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Willenskraft (Volition) - die Umsetzungskompetenz

 

Willenskraft - Yes we can!Unsere Befragung von rund 10.000 Fach- und Führungskräften hat ergeben, dass die erfolgreichsten unter ihnen folgende Verhaltensweisen gelernt haben:

  • "Ich mache sehr häufig die Erfahrung, dass ich mich auf meine Fähigkeiten verlassen kann"
  • "Ich lenke meine Energien bewusst auf klar formulierte Ziele"
  • "Auch in unerwarteten Situationen finde ich kreative Lösungen"
  • "Ich kann mich gut in die Gedanken- und Gefühlswelt Anderer hineinversetzen"
  • "Ich weiß in jeder Situation, was ich will"
  • "Es gelingt mir immer, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden"
  • "Ich erkenne in jeder Situation, was notwendig ist und packe es an".

Das sind Beispiele für Verhaltensgewohnheiten aus den fünf Kernkompetenzen, die erfolgreiche von erfolglosen Menschen trennen. Diese Kompetenzen erklären das rätselhafte Phänomen Willenskraft, mit der man die sprichwörtlichen Berge versetzen kann.

 

Einzelheiten zu unserem Forschungsprojekt zur Willenskraft (Volition):

Inhalt

 

Zusammenfassung: Motivation, Volition und Umsetzungskompetenz

Es sind nicht visionäre oder charismatische Eigenschaften, die außergewöhnlich erfolgreiche Unternehmer und Manager auszeichnen, sondern die die Fähigkeit, Ziele und Motive in Resultate umzusetzen. Deswegen erzielen sie auch mit bescheidenen Mitteln, häufig unter ungünstigen Umständen, überzeugende Ergebnisse (Erfolge). Diese Umsetzungsstärke (Fachbegriff Volition) besteht aus fünf erlernbaren Kompetenzen, die wir in einer empirischen Studie mit rund 10.000 Teilnehmern (Ende 2013) validiert haben. Mit diesen Erkenntnissen kann man zum ersten Mal die Umsetzungskompetenz auf seriöse Weise zuverlässig diagnostizieren und trainieren. Herausragende Leistungen sind nicht primär die Folge einer außergewöhnlichen Anstrengung, sondern das Ergebnis einer intelligenten Entwicklung dieser Fähigkeiten. Wenn man die Motivation mit einem Motor vergleicht, dann ist die Volition der dazu notwendige Treibstoff. Mit anderen Worten: Willenskraft ist positive Energie; sie ist wesentlich mächtiger als negative Energie, die sich aus Ängsten, der Vermeidung von Nachteilen oder aus (äußeren) Zwängen speist.


Motivation und Volition (Willenskraft)

 

Abbildung: Der Zusammenhang von Motivation und Willenskraft (Volition)

 

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Willenskraft in der unternehmerischen Praxis

Es gibt Hunderte von Managementkompetenzen, die in unzählige Kompetenzmodelle und Management-Seminare einfließen. Welche dieser Fähigkeiten haben aber den größten Einfluss auf die Resultate, an denen Manager letztendlich gemessen werden? Eine Antwort hat Peter Drucker bereits im Jahr 1954 vorgeschlagen: die Umsetzungsfähigkeit. Erst durch neuere Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaften konnte diese Frage weiter geklärt werden (siehe die Ausführungen zum wissenschaftlichen Hintergrund weiter unten). Die wichtigste Frage war nun, ob man diese Erkenntnisse empirisch untermauern bzw. validieren und trainierbar machen kann (siehe insbesondere den Abschnitt Willenskraft trainieren und stärken).

Operationalisierung und Messung der Willenskraft (Volition)

In der ersten Teilstudie haben wir herausgefunden, dass die Willenskraft aus fünf in der Praxis nachweisbaren Fähigkeiten besteht: (1) Umsetzungsstarke Menschen wissen, worauf es ankommt und fokussieren ihre Aufmerksamkeit auf das Wesentliche statt sich zu verzetteln. (2) Sie steuern ihre Gefühle so effizient, dass sie emotionale Belastungen schnell überwinden statt darunter zu leiden. Außerdem können sie sich selbst und andere in eine gute Stimmung versetzen. (3) Umsetzungsstarke Menschen haben weniger fachliche oder intellektuelle, dafür aber mehr praktische Intelligenz (Cleverness), mit der sie Probleme und Risiken kreativ bewältigen. (4) Sie stärken regelmäßig die Basis ihres Selbstvertrauens und können sich wirksam durchsetzen. (5) Schließlich wissen sie, warum sie arbeiten, erkennen also den tieferen Sinn in ihren Aufgaben und können dadurch sich selbst und andere begeistern.

 

Diese Validierung war notwendig, um den Begriff der Willenskraft aus dem Bereich der reinen Rhetorik mit wohlklingenden, horoskopischen Worthülsen herauszuführen und auf ein wissenschaftlich solides, praxistaugliches Fundament zu stellen.

Willenskraft und Erfolg im Leben und Beruf

In der zweiten Teilstudie ging es darum, herauszufinden, ob sich ein Zusammenhang zwischen diesen Kompetenzen und dem Erfolg im Leben empirisch nachweisen lässt. Der Erfolg wurde zum einen an der Entwicklung des Jahreseinkommens und zum anderen an den gelebten Werten herausragender Unternehmerpersönlichkeiten gemessen. Diese Werte hat der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi von der University of Chicago erforscht. Es sind vor allem Ehrgeiz, Integrität, Energie und Optimismus. Das Ergebnis: Menschen, die diese Werte leben und zugleich finanziell erfolgreich sind, verfügen über besonders stark ausgeprägte Willenskraft. Diese erfolgreichen Menschen unterscheiden sich von wenig erfolgreichen besonders stark bei der Aufmerksamkeitssteuerung und Fokussierung sowie bei der vorausschauenden Planung und Problemlösung. Im alltäglichen Verhalten fallen sie dadurch auf, dass sie wissen, worauf es ankommt, ihre Energie auf klar formulierte Ziele lenken und auch Unangenehmes zügig und mit großem Durchhaltevermögen erledigen. Ebenso sind sie in der Lage, ihr Verhalten und das Verhalten anderer zuverlässig vorauszusagen und zu beeinflussen. Sie stellen sich stets neuen Herausforderungen und verlieren nie ihr eigentliches Ziel aus den Augen. Negative Stimmungen verbessern sie gezielt und weichen auch bei auftauchenden Schwierigkeiten und Problemen nicht aus. Schließlich setzen ihre praktische Intelligenz zur Lösung alltäglicher Probleme und zur Vorbereitung auf unvermeidbare Risiken ein. Dadurch gewinnen sie Anerkennung, Respekt und Unterstützung durch ihr Umfeld.

 

Fazit
Fach- und Führungskräfte mit ausgeprägten Umsetzungskompetenzen sind in der Lage, ihre Gedanken, Emotionen, Motive und ihr Verhalten mit ihrer Willenskraft so zu steuern, dass sie Hindernisse leicht überwinden und ihre Ziele trotz widriger Umstände erreichen. Und das ist es, was in Unternehmen letztlich zählt. „Umsetzungsriesen“ verdienen daher zu Recht mehr als die, die zaudern, hyperaktiv sind oder sich immer wieder verzetteln. Deswegen ist Willenskraft die wichtigste Managementkompetenz. Die Studie hat auch ergeben, dass die Teilkompetenzen der Willenskraft, also die Umsetzungskompetenzen bei älteren Managern mit mehr als 15 Jahren Führungserfahrung besonders stark ausgeprägt sind. Deswegen wird es in Zukunft wichtig sein, diese Fähigkeiten bereits bei jungen Menschen zu trainieren. Erfolg kann man wesentlich früher erreichen. Einen Überblick über die Ergebnisse der Studie können Interessierte durch folgenden Link herunterladen: "Volition und Willenskraft".

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Das Problem: Fehlende Motivation, Stress und die Folgen

Fehlende Motivation kann das persönliche Wohlbefinden bis hin zu depressiven Störungen beeinträchtigen. Viele Menschen fühlen sich durch ständig wachsende Anforderungen an sich selbst und an ihre Organisationen überfordert. In Unternehmen und anderen Organisationen sind nach regelmäßigen empirischen Untersuchungen der Gallup-Organisation rund 85 Prozent der Mitarbeiter nicht engagiert, teilweise frustriert oder machen lediglich „Dienst nach Vorschrift“. Zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Abwesenheit vom Arbeitsplatz zählen nach dem BKK Gesundheitsreport nicht mehr Arbeitsunfälle oder „Erkältungen“, sondern stressbedingte psychische Störungen. Nimmt man aber an, dass motivierte Mitarbeiter eine um 25 Prozent höhere Arbeitsproduktivität (bei gleicher Anstrengung) erzielen als ihre frustrierten Kollegen, dürfte der Schaden allein in Deutschland bei 560 Milliarden Euro liegen (zum Vergleich: Die Staatsausgaben für soziale Sicherung betragen rund 500 Milliarden Euro).

„Aussteigern“ geht es nicht besser; sie kämpfen oft mit Unterforderung, für die der Fachbegriff Boreout-Syndrom geprägt wurde. Sowohl in der Managementlehre als auch der Psychotherapie fehlen nützliche, erklärende Motivationstheorien, die den Menschen bei der Bewältigung selbst relativ einfacher Probleme wie Veränderung der Ess- und Trinkgewohnheiten, bei der Nikotinentwöhnung, bei der Überwindung von Unlustgefühlen und emotionalen Belastungen. Die traditionellen Motivationstheorien können keinen Beitrag zur Lösung derartiger Problems leisten. Vielmehr häufen sich stressbedingte Probleme durch veraltete oder falsche Vorstellungen davon, wie Motivation „funktioniert“ (siehe z. B. die Kritik am Reiss-Profil). Eine Weiterentwicklung in der Motivationsforschung ist das Konzept der Volition (Willenskraft).

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Definitionen: Willenskraft, Volition, Umsetzungskompetenz

Volition ist der Fachbegriff für das aus dem Alltag bekannte Phänomen der Willenskraft, mit der man die sprichwörtlichen Berge versetzen kann. Jack Welch zitiert zu diesem Thema gern seine Mutter, die ihm den Rat auf den Lebensweg gegeben hat: "Man kann alles im Leben erreichen, man muss es nur wollen". Die Willenskraft kann im Wesentlichen durch drei Aspekte bei der Realisierung unserer Wünsche oder Ziele helfen: (1) Überwindung von Unlustgefühlen, Bequemlichkeiten und anderen Gewohnheiten, die uns daran hindern, das zu tun, was in einer Situation notwendig ist. (2) Wir benötigen  Willenskraft um unsere Gedanken, Gefühle, Motive und Handlungen so gezielt zu steuern, dass sie unsere mentale Energie auf ein bestimmtes Ziel fokussieren und somit Erfolgserlebnisse erzeugen, die wiederum neue Energien freisetzen. Schließlich (3) hilft die Willenskraft dabei, Verlockungen und Ablenkungen zu überwinden, die uns von unseren Vorhaben ablenken. Dazu gehört der unkritische und zum Teil schädliche Konsum von Nahrungs- und Suchtmitteln und medialer Unterhaltungsprodukte, die uns zum Beispiel daran hindern, unsere Talente zu entwickeln.

 

Eine willentliche Überwindung derartiger Konsumgewohnheiten und Verhaltensweisen ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass wir erfolgreich im Leben und im Beruf sind. Dabei ist Erfolg als das Umsetzen materieller oder immaterieller Ziele und Wünsche oder Visionen definiert. Deswegen kann man Volition auch als Umsetzungskompetenz definieren, wenn man den Aspekt der Umsetzung von Zielen betonen will. Die Umsetzungskompetenz kann man wiederum nach den Ergebnissen unserer Studie in fünf Teilkompetenzen gliedern, deren Ausprägung mehr oder weniger stark sein kann; deswegen kann man auch von Umsetzungsstärke sprechen. Der Begriff Motivation bezeichnet lediglich eine Handlungstendenz, also ein Streben nach Zielen oder Werten (der Motor). Erst wenn die Umsetzungskompetenzen hinzukommen (das Benzin), werden - wie der Volksmund sagt - aus Worten auch Taten.

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Operationalisierung und Messung der Willenskraft

Um die Willenskraft stärken oder trainieren zu können, muss man dieses Konzept zunächst operationalisieren und validieren. zu diesem Zweck haben wir im Rahmen des Forschungsprojektes ein so genanntes Selbststeuerungsinventar entwickelt, das auf den beruflichen Bereich (für Fach- und Führungskräfte) ausgerichtet ist. Der nachfolgende Link ist zum Ausprobieren dieses Testverfahrens gedacht.

Das Selbststeuerungsinventar: www.umsetzungskompetenzen.com (siehe auch "Willenstest").

Anwendung in der Führung: www.führungskompetenzen.com

Der nachfolgende Überblick macht deutlich, dass Willenskraft die wichtigste Managementkompetenz ist: Erst die Volition macht die anderen Kompetenzen in der Praxis wirksam. Siehe dazu www.managementkompetenzen.com

Wissenschaftlicher Hintergrund (siehe auch Tipps zu den Quellen)

Traditionelle Motivationstheorien unterstellen, dass Motive Handlungen anregen und bis zu deren Abschluss aufrecht erhalten. Demnach ist Motivation ein Zustand zielgerichteten Verhaltens, das den Handlungen Richtung, Intensität und Dauer verleiht. Diese Auffassung widerspricht sowohl der Alltagserfahrung als auch neuen Forschungsergebnissen. Häufig, insbesondere im Management, ist es notwendig, gegen bestimmte Motive oder Unlustgefühle zu handeln und widerstrebende Absichten oder Zielkonflikte zu überwinden. Ähnlich ist die Situation in vielen anderen Lebensbereichen. Beispielsweise weisen Jean-Paul Broonen und Co-Autoren darauf hin, dass selbst Patienten mit starken Schmerzen einerseits eine sehr starke Motivation haben, ihren Schmerz zu lindern, anderseits aber nicht in der Lage sind, diese Motivation in konkrete Handlungen umzusetzen (zum Beispiel bestimmte Übungen konsequent durchzuführen). Es fehlt also an Willenskraft (Volition), Absichten in die Tat umzusetzen. Es ist also notwendig, die Willensstärke zu trainieren.

 
Diese Diskrepanz zwischen Motivation und Aktionen (umgangssprachlich: "Worten und Taten") wird auch in vielen anderen Bereichen beobachtet, bei denen Verhaltensänderungen notwendig sind. Dazu gehören problematische Ess- und Trinkgewohnheiten, Dorgenmissbrauch, unangebrachtes soziales Verhalten wie zum Beispiel Wutausbrühe oder Aggressivität. Im Management spricht man von der Lücke zwischen Wissen und (notwendigem) Handeln, die Jeffrey Pfeffer von der Harvard University als „knowing-doing gap“ bezeichnet hat. Im deutschen Sprachraum haben Rolf Wunderer und Heike Bruch auf diese weit verbreitete mangelnde Umsetzungskompetenz aufgrund fehlender Willenskraft hingewiesen und das Schlagwort: "Wir sind Wissensriesen, aber Umsetzungszwerge“ geprägt.

Den wissenschaftlichen Grundstein für das Konzept der Willenskrat (Volition), das den gesamten Prozess - von der Motivation über die Zielsetzung Planung der Handlungen bis hin zur Erfolgskontrolle - umfasst, legte der Neurologe Hans Kornhuber (1928 - 2009) mit der Entdeckung des Bereitschaftspotentials im Jahr 1965 (übrigens eine der wenigen deutschen wissenschaftlichen Leistungen, die auch in der internationalen Forschungsgemeinschaft anerkannt wurden). Nach dem heutigen Stand der Forschung läuft dieser Prozess, physiologisch gesehen, zunächst im Gehirn ab, noch bevor der Mensch aktiv wird. Dabei unterscheidet man nach Rainer Klinke und Patrick Haggard folgende Phasen:

(1) Die erste Phase ist die innere Motivation, der Antrieb, ein Ziel erreichen zu wollen (Handlungsbereitschaft).
(2) Um diesen Antrieb, diese Idee in die Tat umzusetzen, erstellt das Gehirn einen Bewegungsplan (Handlungsentwurf).
(3) Unter Berücksichtigung der situativen Rahmenbedingungen folgt darauf die Auswahl eines Handlungsprogramms (Bewegungsprogramms), das den größten Erfolg im Hinblick auf das Ziel verspricht.
(4) Schließlich kommt es zum Kommando, das die Ausführung des Handlungsprogramms auslöst.

(5) Während des gesamten Prozesses führt das Gehirn "Erfolgskontrollen" durch.

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Willenskraft Volition Wissenschaft

 

Abb.: Wissenschaftliche Meilensteine zur Willenskraft (Volition)

 

 

Diese Erkenntnisse haben dazu beigetragen, den Prozess der Steuerung durch den Willen als Konzept zu begreifen, das man gestaltend auf Menschen und Organisationen übertragen kann. Erfolgt diese Steuerung aus eigenem Antrieb (und gegen Widerstände oder Unlustgefühle), spricht man auch von Selbststeuerung - einer Fähigkeit, die zum Beispiel für erfolgreiche Unternehmer typisch ist. Menschen mit dieser Fähigkeit, einen starken Willen aufzubauen (Willenskraft) müssen zunächst in der Lage sein, konkrete Ziele (selbstständig) aus mehr oder weniger diffusen Werten, Motiven, Erwartungen, Chancen, Hoffnungen oder Wünschen abzuleiten und sich darauf zu verpflichten. Es folgt der Erwerb von Wissen und die Planung geeigneter Strategien, Taktiken und zielführender Prozesse. Hinzu kommt die Fähigkeit der Selbstmotivation und die Selbstverpflichtung (Commitment). Nach der Implementierung der Strategien, Taktiken und Prozesse folgt die Erfolgskontrolle. Nutzt man Kontrollergebnisse zur Korrektur von Zielabweichungen (Lernen), spricht man auch von Selbstregulation (Self-Regulation). In der Managementlehre unterscheidet man seit Edmund Heinen (1919 - 1996) zwischen dem Teilprozess der Willensbildung (Zielsetzung und Planung) und der Willensdurchsetzung (Organisation/Vollzug und Kontrolle). Je größer die Hindernisse, desto größer ist die notwendige Willenskraft. Deshalb hat die Willenskraft einen starken Einfluss auf den Erfolg im Leben.

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Die ethische Dimension der Willenskraft

Besonders wichtig ist dabei der Aspekt, dass umsetzungsstarke Menschen ihre Gedanken, Gefühle (Motive), Aktivitäten (Handlungen) und den Erwerb relevanten Wissens (bewusst) durch ihren Willen steuern. Hans Kornhuber spricht in diesem Zusammenhang von einer klärenden, koordinierenden synergistischen und zielgerichteten Wirkung des Willens und drückt im Jahr 1987 sein Erstaunen über die Vernachlässigung des Willens in der zeitgenössischen Wissenschaft aus. Die Willenskraft ist also eine teilweise vergessene und teilweise vernachlässigte Kompetenz - und man wundert sich, warum es so vielen Führungskräften an Umsetzungskompetenz fehlt (von der Politik über die Forschung bis hin zum Management). Der Wille sorgt, so Kornhuber im Jahr 1961, für eine Stabilität des Verhaltens aus Vernunft, Selbstachtung und moralischer Energie. Er ist entscheidend für die Verwirklichung langfristiger Ziele und die Entwicklung menschlicher Talente und Fähigkeiten. Ohne diesen Willen verliert der Mensch an Handlungsfreiheit, er wird passiv, planlos, lässt sich treiben, ist leicht verführbar und verliert schließlich an Selbstachtung. Die Folge ist Abhängigkeit von untergeordneten Antireben, von Suggestionen, Gruppenstimmungen, eigenen Verstimmungen, von primitiven Nahzielen, von Gerüchten und Zank. Folglich ist es notwendig, Willensstärke zu trainieren.

Zwischenergebnis: Die Unterscheidung zwischen Motivation und Volition bzw. Willenskraft wurde erst möglich, nachdem die skizzierten Abläufe im Gehirn wissenschaftlich aufgeklärt wurden. Dies dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, dass frühere Motivationstheorien angenommen haben, Motive würden mehr oder weniger automatisch Handlungen bewirken und diese auch erklären. Der praktische Nutzen dieser Unterscheidung zwischen Motivation und Volition resultiert aus der Tatsache, dass Menschen durch ihre Willenskraft und bewusste (willentliche) Entscheidungen sowohl ihre Motivation als auch die Umsetzung von Motiven in Ergebnisse beeinflussen (steuern) können. Diesen Prozess bezeichnet man auch als Selbstregulation. Die dazu notwendigen Fähigkeiten (Kompetenzen) kann man trainieren. Inzwischen gibt es eine Fülle empirischer Belege dafür, dass Menschen mit ausgeprägten Volitionskompetenzen auch überdurchschnittlich erfolgreich sind. Der Volksmund kennt dazu die Metapher: „Der Wille versetzt Berge“.

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Anwendungsbeispiele: Willenskraft als Umsetzungskompetenz

Beispielsweise zeigt die Studie von June Tangney Roy Baumeister und Angie Boone, dass Menschen mit überdurchschnittlicher Willenskraft bessere persönliche Beziehungen haben, über mehr Selbstvertrauen verfügen, mehr Leistung bringen und weniger anfällig für Stress und psychische Störungen sind. Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die empirische Studie von Steven Brown und Co-Autoren, die in einer Langzeitstudie die Bedeutung der Willenskraft für den Erfolg von Verkäufern empirisch belegt haben. Zum gleichen Ergebnis kommen Robert D’Intino und Co-Autoren bei der Auswertung verschiedener Studien zum unternehmerischen Erfolg. Bei der unternehmerischen Tätigkeit kommt es besonders darauf an, den gesamten Prozess (von der Zielsetzung über die Planung und Organisation bis hin zur Erfolgskontrolle) aus eigenem Antrieb und gegen zahlreiche Widerstände zu gestalten (Prinzip der Selbststeuerung oder Selbstführung). Mit anderen Worten: Unternehmer benötigen besonders viel Willenskraft. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht diese Zusammenhänge und macht deutlich, dass man die Willenskraft trainieren kann.

 

 

Methodik der Volitions-Studie

 


Abb.: Empirische Studie zur Willenskraft: Methodik, Stichprobenumfang und Erhebungsart

 


Zur Operationalisierung und Messung der Volition (als Voraussetzung für das Trainieren der Willenskraft) wurden in der Fachliteratur zahlreiche, meist englischsprachige Tests entwickelt. Die meisten stammen aus dem klinischen Bereich und sind auf Fach- und Führungskräfte in Deutschland kaum anwendbar. Daher haben wir am Institut für Management-Innovation nach Auswertung neuester Forschungsergebnisse aus verschiedenen Disziplinen einen eigenen Test für die Zielgruppe der Fach- und Führungskräfte entwickelt und anhand der bereits erwähnten Stichprobe von rund 4.360 Probanden in zwei Phasen validiert. In der ersten Phase ging es darum, die Validität und Reliabilität der Item-Struktur kritisch zu prüfen (fünf Skalen mit jeweils acht Items). Die Ergebnisse waren zufriedenstellend und konnten in der zweiten Phase dazu verwendet werden, verschiedene Zusammenhänge zu untersuchen. Diese Vorgehensweise war notwendig, um Möglichkeiten zu erarbeiten, wie man die Willenskraft trainieren kann.

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Diskussion der Willenskraft anhand von Fallbeispielen

- Was sich hinter dem Begriff der Willenskraft (Volition) verbirgt
- Warum Volition mehr ist als Motivation
- Studienergebnisse zum Thema Volition und Willenskraft
- Über welche Teilkompetenzen umsetzungsstarke Menschen verfügen
- Erfolgsfaktor Lebenserfahrung: Willenskraft ist mit immateriellen und finanziellen Erfolgsindikatoren korreliert

Der Fall des Herrn X

Ein praktisches Beispiel: Herr X, Marketingleiter eines internationalen Biotech-Unternehmens, ist fassungslos über die Absage zu seiner sicher geglaubten neuen Stelle. Sein Arbeitszeugnis ist voller Lob über seine Erfahrungen und sein Engagement. Neben seinen fachlichen Fähigkeiten werden seine außerordentliche Leistungsstärke und Motivation hervorgehoben. Auch als Persönlichkeit hat Herr Y mit seinen sozialen Kompetenzen überzeugt. Leider fehlt eine entscheidende Information. Man findet nichts über messbare Ergebnisse. Und damit wird das Lob ins Gegenteil verwandelt: Er hat große Räder gedreht, dabei aber nicht viel umgesetzt – im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, die mit eher bescheidenen Ressourcen beeindruckende (unternehmerische) Erfolge erzielen. Dies ist der Kern der Willenskraft.

Das Beispiel zeigt: Fachliches Können, Motivation und Leistungsbereitschaft allein reichen bei weitem nicht aus, um beruflich erfolgreich zu sein. Viele Führungskräfte sind zwar fachlich versiert, arbeiten mehr als 60 Stunden die Woche und haben ambitionierte Ziele. De facto wissen sie jedoch nicht, worauf es wirklich ankommt. Oder sie sind höchst motiviert, verzetteln sich jedoch und tun sich schwer, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Gemeinsam haben diese Führungskräfte, dass sie am Ende ihre Ziele nicht erreichen. Denn ihnen fehlt Volition beziehungsweise Willenskraft oder Umsetzungskompetenz.


Dass besonders erfolgreiche Führungskräfte über Willenskraft verfügen, zeigt eine Studie des Instituts für Management-Innovation bei der 34 Geschäftsführer mittelständischer Weltmarktführer (so genannte Hidden Champions) in Tiefeninterviews befragt wurden. Bei der Auswertung der Gespräche kam heraus, dass die Unternehmer trotz äußerst unterschiedlicher Persönlichkeitsmerkmale, Motive und beruflicher Erfahrungen eines gemeinsam haben: Die Fähigkeit, Ziele und Absichten mit Willenskraft systematisch in die Tat oder in messbare Ergebnisse umzusetzen – und zwar aus eigenem Antrieb und ohne Motivation durch Andere. Ohne diese (gelebte) Vorbildfunktion können sie von ihren Mitarbeiter auch nicht erwarten, dass sie sich selbstständig, initiativ und engagiert verhalten.

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Volition (Willenskraft) ist die Fähigkeit zur Selbststeuerung

Einer der Vordenker in der Managementlehre, Peter Drucker, hat bereits im Jahr 1954 in seinem Buch „The Practice of Management“ die Fähigkeit zur Selbststeuerung als Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Mittlerweile belegen Studien der Neurowissenschaften, Psychologie und Managementwissenschaft die hohe Bedeutung der Volition: Menschen mit ausgeprägten Fähigkeiten zur Selbststeuerung, so zeigen die Befunde, erbringen überdurchschnittliche Leistungen, leiden weniger unter Stress, entwickeln bessere persönliche Beziehungen und bewältigen emotional belastende Situationen wesentlich effizienter. Kurzum: Sie sind beruflich wie privat erfolgreicher, da sie über die nötige Willenskraft und Kompetenz verfügen, um Hindernisse und Rückschläge zu überwinden und um unbeirrt auf Kurs zu bleiben, bis sie ihr Ziel erreicht haben.

Forscher der London Business School und der Universität St. Gallen haben vor einigen Jahren herausgefunden, dass Volitionskompetenzen – auch als Umsetzungskompetenzen (Willenskraft) bezeichnet – erforderlich sind, um den wachsenden Anforderungen des Arbeitslebens zu entsprechen und Wirkung zu erzeugen. Doch nur zehn Prozent der Führungskräfte verfügen über die geforderten Umsetzungskompetenzen, während rund 40 Prozent extrem fleißig bis hyperaktiv, aber erfolg- bzw. wirkungslos sind und die übrigen 50 Prozent als zaudernd oder distanziert gelten. Unternehmerisch wichtige Aufgaben schieben sie vor sich her. Stattdessen sind sie ständig damit beschäftigt, Fehler vermeiden zu wollen.

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Volition umfasst fünf Teilkompetenzen (die die Willenskraft ausmachen) 

Wie lässt sich feststellen, wie willensstark ein Mensch ist? Willenskraft als Ganzes ist schwer fassbar. Doch inzwischen weiß man, dass Volition aus fünf Teilkompetenzen besteht, die sich wiederum als Verhaltensbeschreibungen darstellen und somit auch messen lassen:

1. Aufmerksamkeitssteuerung und Fokussierung
Umsetzungsstarke Menschen mobilisieren ihre Energie durch eine konsequente Fokussierung auf klare Ziele, die sie aus ihren authentischen Werten herleiten. Das gibt ihnen die Kraft, zahlreiche Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden.

2. Emotions- und Stimmungsmanagement
Wer über eine hohe Willenskraft (Volition) verfügt, kann sich sehr gut in eine positive Stimmung versetzen und ist darüber hinaus in der Lage, konstruktiv mit negativen Gefühlen umzugehen. Solche Menschen lassen sich von dem Prinzip leiten, dass positive Gefühle bei der Umsetzung von Absichten helfen. Zudem können sie sich gut in die Gedanken- und Gefühlswelt anderer hineinversetzen und deren Verhalten antizipieren.

3. Selbstvertrauen und Durchsetzungsstärke
Willenskraft ist eng mit der Selbstwirksamkeitsüberzeugung verbunden. Umsetzungsstarke Menschen sind sich ihrer Fähigkeiten bewusst und vertrauen auf diese. So finden sie auch immer Mittel und Wege, um aus Schwierigkeiten zügig herauszukommen. Widerstände und Probleme werden insgesamt als (machbare) Herausforderungen begriffen.

4. Vorausschauende Planung und Problemlösung
Menschen mit großer Willenskraft sind pro-aktiv und vorausschauend. Sie erledigen unangenehme und schwierige Probleme sofort, statt sie „auszusitzen“ oder Entscheidungen vor sich her zu schieben. Unter Planung verstehen sie in erster Linie nicht die Voraussage der Zukunft, sondern die Vorbereitung auf eine ungewisse Zukunft.

5. Zielbezogene Selbstdisziplin
Menschen mit hoher Volition erkennen früher als andere, was in einer Situation notwendig ist und setzen ihre Erkenntnisse konsequent um. Sie verfügen über ein hohes Maß an Selbstdisziplin und können plötzliche Impulse, Ablenkungen oder „Verlockungen“ wirksam kontrollieren. Diese Disziplin kommt nicht aus einem selbst auferlegten Zwang. Vielmehr erkennen sie den tieferen Sinn in dem, was sie tun.

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Willenskraft und Erfolg

Abb.: Was unterscheidet erfolgreiche von erfolglosen Menschen?

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Beurteilung Willenskraft bei Fach- und Führungskräften

Die Umsetzungsstärke eines Unternehmens resultiert aus der Willenskraft des Managements. Deswegen ist es wichtig, bereits bei der Personalauswahl die Willenskraft von Bewerbern zu prüfen – quasi als Prädiktoren für zukünftigen Erfolg. 

Das Wissen um die einzelnen Umsetzungskompetenzen (Teilkompetenzen der Willenskraft) macht es darüber hinaus möglich, Führungskräfte dabei zu unterstützen, mehr Willensstärke zu entwickeln. Um festzustellen, was trainiert werden muss, können die Beschreibungen der Teildimensionen zum Beispiel als Grundlage für so genannte Verhaltensinterviews in einem Management-Audit dienen. In der Regel verschaffen sich dabei zwei Gutachter einen Eindruck von den Kompetenzen des Kandidaten. Aus den von ihnen erstellten Gutachten lassen sich die notwendigen Entwicklungsmaßnahmen für die Teilnehmer ableiten.

Eine größere Qualität der Ergebnisse bekommt man, wenn die Verhaltensbeschreibungen im Rahmen eines 360-Grad-Feedback eingesetzt und die Ergebnisse mit dem Selbstbild der Führungskraft verglichen werden. Die Diagnose der Willenskraft beruht dann auf einem Test zur Selbsteinschätzung sowie den Einschätzungen des Kandidaten durch den Vorgesetzten bzw. durch Teammitglieder, Mitarbeiter, und Kollegen. Zur weiteren Steigerung der Objektivität empfehlen sich Kompetenzinterviews, weil diese eine wesentlich höhere prognostische Validität haben als biographische Interviews oder Persönlichkeitstests. Wichtig dabei ist: Die Kompetenzinterviews müssen unternehmensspezifisch sein und sich an den Aufgaben orientieren, die der Kandidat in seinem Umfeld zu bewältigen hat. Nur dann wird z.B. deutlich, ob sich ein Manager auf jene Dinge fokussiert, die für den Unternehmenserfolg auch relevant sind. Zudem machen die Interviews nur Sinn, wenn der Kandidat seine persönlichen und beruflichen Ziele festgelegt hat. Nach einem Soll-Ist-Vergleich von notwendigen und vorhandenen Kompetenzen lässt sich der Trainings- und Entwicklungsbedarf zur gezielten Förderung der Willenskraft ermitteln.

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Beispiel aus dem Alltag


Dazu ein alltägliches Beispiel: Herr Y, Key Account Manager eines internationalen Unternehmens der Medizintechnik mit einer Umsatzverantwortung im zweistelligen Millionenbereich, arbeitet schon lange über 60 Stunden pro Woche. So konnte es nicht weiter gehen. Bei der Diagnose der ersten Volitionskompetenz, der Aufmerksamkeitssteuerung und Fokussierung, hat Herr X fast alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Ein Gedanken- und Gefühlsprotokoll hat herausgefunden, dass er sich zu rund 80 Prozent in belastende alltägliche Ärgernisse verstrickt hat. Die erste Aufgabe zur Förderung seiner Willenskraft bestand also darin, die Aufmerksamkeit auf positive Dinge zu richten. So machen es auch überdurchschnittlich erfolgreiche Menschen. Ihre Gedanken und Gefühle drehen sich fast ausschließlich um die Gestaltung Zukunft und um Chancen. Daraus schöpfen sie die notwendige mentale Kraft als ein wesentlicher Bestandteil der Willenskraft.

Bei Herrn Y kam es zunächst darauf an, die Grundvoraussetzung für die mentale Kraft zu schaffen. Dazu war eine objektive Bilanz seiner Stärken und Kompetenzen notwendig. Das Ergebnis dieser Diagnose: Seine bisherigen Erfolge und Fähigkeiten, zu denen er stets gutes Feedback bekam, passten nicht zu den strategischen Herausforderungen seines Unternehmens. Er hatte „übersehen“, dass man von einer (wertvollen) Kompetenz nur dann sprechen kann, wenn sie einen (durch Kennzahlen) messbaren Beitrag zum (wirtschaftlichen) Erfolg des Unternehmens leistet. Somit können viele Fähigkeiten, auf die Menschen stolz sind, völlig irrelevant sein, weil sie nicht viel über die Willenskraft aussagen. Diese Erkenntnis war auch für Herrn Y sehr bitter, aber dringend notwendig. Nur so war es möglich, ein Konzept zur Schließung der Lücke zwischen Soll- und Ist-Kompetenzen zu erarbeiten. In einer weiteren Diagnose ging es um die Quelle seiner beruflichen und persönlichen Ziele. Dabei stellte sich heraus, dass fast alle Ziele aus seinem Umfeld kamen, aus vermeintlichen Sachzwängen entstanden oder unkritisch übernommen wurden. Dazu gehört zum Beispiel das verbreitete Prinzip, wonach der beste Verkäufer zum Vertriebsleiter oder der beste Ingenieur zum Betriebsleiter ernannt wird - ohne Berücksichtigung der Willenskraft.

Herr Y verfolgte Karriereziele, ohne sich darüber im Klaren zu sein, welche gleichwertigen Alternativen es gibt und ob er über die notwendigen Kompetenzen für das General Management verfügt. Seine Vorgesetzten hatten sein Engagement geschätzt, wollten ihn aber nicht demotivieren, und haben ihm deshalb nicht die Wahrheit über seine tatsächlichen beruflichen Möglichkeiten in diesem Unternehmen gesagt. Die Klärung dieser beruflichen Perspektiven war die zweite Säule der Fokussierung in seinem Entwicklungsplan zur Förderung seiner Willenskraft. Klare berufliche und persönliche Ziele können die mentale Energie nur dann entfachen, wenn Menschen den tieferen Sinn in dem erkennen, was sie tun. Und dies ist eine Frage der persönlichen Ethik, die heute in den wenigsten Fällen aus den persönlichen Werten abgeleitet wird. Viel zu leichtfertig folgen Manager dem Einfluss von Modeerscheinungen und Massenmedien und den dort angepriesenen Vorbildern. Wirtschaftsethik wird an deutschen Hochschulen so gut wie gar nicht gelehrt. Es ist vielmehr ein Tummelplatz politischer Ideologien. Ohne authentische Werte und ethische Prinzipien ist es kaum möglich, Prioritäten zu setzen, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden und einen Sinn in der Arbeit zu empfinden. Die Erarbeitung dieser Orientierung ist daher die dritte Säule im persönlichen Entwicklungsplan zur Steigerung der Aufmerksamkeitssteuerung und Fokussierung, also der ersten Teilkompetenz der Willenskraft von Herrn Y.

Zusammenfassend kann man anhand dieses Beispiels sagen, dass die Entwicklung der Willenskraft aus drei Schritten besteht: (1) Diagnose der Willenskraft (bzw. ihrer Teilkompetenzen), (2) Entwicklung von Alternativen und Auswahl von Lösungen sowie (3) Implementierung der Erkenntnisse mit anschließender Erfolgskontrolle. Nach diesem Prinzip werden auch die anderen vier Volitionskompetenzen (Willenskraft) entwickelt. Dazu hat das Institut für Management-Innovation eine Reihe von Diagnose- und Trainingsinstrumenten entwickelt.

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Hinweise zur Validität und Reliabilität der Volitionsstudie

Das Phänomen Volition als Ganzes ist schlecht greifbar. Um die Willensstärke eines  Menschen messbar zu machen, hat das Institut für Manangement-Innovation einen Test (so genanntes Selbststeuerungsinventar) entwickelt, der aus fünf Skalen mit jeweils sieben bis acht Items (Verhaltensbeschreibungen) besteht. Bis Juli 2011 haben 4.360 Teilnehmer den Online-Test durchgeführt (siehe: www.umsetzungskompetenzen.com). In der ersten Phase ging es darum die Validität und Reliabilität zu prüfen. Nachdem die ergebnisse positiv ausgefallen sind, folgte die zweite Phase mit weiteren Analysen. Die wissenschaftliche Auswertung wird demnächst veröffentlicht. An dieser Stelle einige ausgewählte Informationen zur Reliabilität und Validität in der nachfolgenden Abbildung.

 

 

Studie zur Volition und Willenskraft - Validität und Reliabilität

 

Abb.: Daten zur Validität und Reliabilität der Willenskraft (Volition)

 

Der Enorme Umfang der Datenbank mit rund 6.000 Datensätzen (bis Ende Januar 2012) erlaubt eine Vielzahl von Auswertungen, die im Laufe der nächsten Monate publiziert werden. Über einzelne Erkenntnisse (meinst anlässlich konkreter Anfragen für Vorträge oder Publikationen) informieren wir auf der Homepage der THM Business School (Prof. Dr. Waldemar Pelz). Dort bitte auf "Publikationen" und "Vorträge" oder auf "Aktuelles" klicken. Über manche Projekte (Transfer) wird auf der Homepage unseres Transfer-Zentrums informiert. Eine vorläufige Auswertung mit ausgewählten Ergebnissen befindet sich hier.

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Willenskraft trainieren und stärken

Die Willenskraft galt lange Zeit als Eigenschaft des Charakters wie zum Beispiel Ehrgeiz, Beharrlichkeit, Disziplin oder Ausdauer. Folglich – so die (alte) Theorie – war diese Fähigkeit das Ergebnis von Veranlagung und Erziehung seit der frühesten Kindheit. Wer dies nicht vom Elternhaus auf den Weg mitbekommen hat, musste hart daran arbeiten und den Willen so lange trainieren bis er stark genug war, außerordentliche Leistungen zu vollbringen. Als Vorbilder für Willensstärke werden häufig Sportler, Artisten, Unternehmer oder Politiker genannt. So hat zum Beispiel der Aktions- und Zauberkünstler David Blaine die Willenskraft aufgebracht, am Times Square in New York auf einer Säule in 27 Metern Höhe 35 Stunden lang stehend und ohne Schlaf in einem Eisblock zu verbringen.

 

Ähnliche Leistungen findet man bei den zahlreichen extremen Sportarten wie zum Beispiel Ironman oder Apnoe-Tauchen. Und Oliver Kahn zitiert in seinem Buch seinen Vater, der ihm immer wieder gesagt habe, wie wichtig es sei, dass man sich das, was man sich vorgenommen habe, auch umsetzt. Gelegentlich findet man auch Hinweise auf Politiker wie Nelson Mandela, dessen Willenskraft während seiner 27-jährigen Gefangenschaft nicht gebrochen werden konnte. Derartige Legenden sind nach unseren Forschungsergebnissen für das Training der Willenskraft in der Praxis der meisten Fach- und Führungskräfte – also der „normalen“ Menschen - nicht geeignet. Das nachfolgende Bild stellt die (nicht ganz ernst zu nehmende) Frage, ob man Willenskraft wirklich so trainieren sollte.

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Willenskraft so trainieren?


Abb. 2: Traditionelles Verständnis von Willenskraft (so trainieren?)

(Quelle: www.sugarboxcoaching.com/?p=482)

 

Für den erfolgreichen Erwerb einer Kompetenz ist in erste Linie den Lerntyp entscheidend. Manche Menschen lernen am besten, wenn sie neue Informationen aufnehmen, diese verstehen und das so Gelernte anschließend in der Praxis anwenden (analytischer Lerntyp). Diese Art des Lernens verspricht bei den wenigsten (!) Menschen den erwarteten Erfolg. Die meisten lernen etwas Neues, wenn sie es immer wieder, mit steigendem Schwierigkeitsgrad praktizieren. Beispiel: Manche Führungskräfte besuchen ein Seminar oder lesen ein Buch über die Motivation von Mitarbeitern und wenden dieses Wissen schon in den nächsten Tagen an. Beim zweiten Lerntyp bringen Seminare und Lehrbücher nicht viel. Er muss erst zahlreiche Erfahrungen mit verschiedenen Mitarbeitern machen, Feedback einholen und die Ergebnisse mit einem Berater besprechen (anwendungsorientierter Lerntyp). Erst die wiederholte Praxis und die individuelle Beratung bringen den erwarteten Lernerfolg. Es darf allerdings kein triviales Coaching sein, weil es profunde Fachkenntnisse voraussetzt.


Wie sieht der Lernprozess nun beim Training der Willenskraft aus? Der analytische Lerntyp wird bereits aus den obigen Ausführungen seine Schlüsse für das Training seiner Willenskraft abgeleitet haben. Anders ist es beim anwendungsorientierten Lerntyp. Er sollte zwar auch die fünf Teilkompetenzen der Willenskraft kennen, mit diesen aber anders umgehen. Unsere Studie hat gezeigt, dass diese fünf Kompetenzen den Unterschied zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Menschen ausmachen. Jede Teilkompetenz ist wiederum durch acht konkrete Verhaltensbeschreibungen definiert. Und genau diese Verhaltensbeschreibungen sollte der Lernende in seine alltäglichen Gewohnheiten aufnehmen (und andere vermeiden).


Dazu Beispiel Nr. 1: Willensstarke Menschen machen sich regelmäßig ihre Wertvorstellungen bewusst und stellen sich die Frage, inwiefern ihre alltäglichen Aufgaben zu diesen Wertvorstellungen passen. Erfolglose Menschen denken nur selten darüber nach und werden „Opfer“ verlockender Konsumangebote oder fragwürdiger Vorbilder aus Funk, Fernsehen oder Printmedien. Es dürfte nicht sehr schwierig sein, öfters mit Freunden und Bekannten über deren und die eigenen Wertvorstellungen zu diskutieren und dabei das eigene Wertesystem zu klären um es anschließend in die Tagesroutine aufzunehmen. Es erfordert lediglich den Verzicht auf einige Minuten Fernsehkonsum, bringt aber – wie man aus Experimenten mit Schülern und Managern weiß, einen deutlich spürbaren Beitrag zur Stärkung der Willenskraft. Menschen ohne Werte wissen häufig nicht, was sie wollen, und werden allzu leicht durch Andere oder die Umstände manipuliert.


Beispiel Nr. 2: Erfolglose Menschen machen sich kaum Gedanken darüber, welchen Sinn und Zweck ihre Arbeit eigentlich hat. Sie wollen einfach nur eine abwechslungsreiche, bequeme und gut bezahlte Beschäftigung (!) haben. Und weil sie sich keine Gedanken über den tieferen Sinn ihrer Aufgaben machen, sind sie auf Lob und Anerkennung durch Dritte angewiesen. Damit ist die Frustration vorprogrammiert. Zum Überwinden dieser Gewohnheit muss man sich lediglich die Frage stellen, ob man lieber zu einem Arzt geht, der seinen Beruf wegen des Geldes oder anderer oberflächlicher Motive ausübt, oder ob er es aus Überzeugung tut. Zahlreiche empirische Studien zeigen indes, dass sowohl ein Arzt als auch ein Handwerker mit Berufsethik langfristig auch finanziell erfolgreicher sein wird. Das Gleiche ist auch von herausragenden Unternehmern bekannt: Sie haben eine ausgeprägte Vision, die sie leben. Geld, Status und Anerkennung sind die Folge, aber niemals Ausgangspunkt und Antrieb des Handelns. Dieser Grundsatz gilt für praktisch jeden Beruf - auch für "Angestellte".


Beispiel Nr. 3: Viele Eltern geraten in Panik, wenn sie feststellen, dass ihre Kinder „falsche“ Freunde haben, ihr Zimmer nicht aufräumen und die Schule vernachlässigen. Sie werden erst dann aktiv, wenn die Probleme offensichtlich und erdrückend sind, und die Lernbereitschaft der Kinder deutlich abgenommen hat. Diese Gewohnheit des Aussitzens sollte man durch vorausschauendes Denken ersetzen. Es dürfte relativ einfach sein, das Aufräumen des Kinderzimmers schon in der frühesten Kindheit zum Bestandteil des Spielens zu machen. Und wenn man erst während der Pubertät feststellt, dass die eigenen Kinder keine anderen Interessen und Quellen des Selbstvertrauens haben als sie von Massenmedien vermittelt werden, dann hat man ein echtes, selbst erzeugtes, aber vermeidbares Problem. Es gilt der Grundsatz, wonach die heutige Situation die Folge von Entscheidungen und Unterlassungen ist, die man vor vier bis fünf Jahren getroffen hat. Das gilt auch für den Zustand aller persönlichen (beruflichen und privaten) Beziehungen. Schon der Volksmund sagt: „Suche Dir Deine Freunde dann, wenn Du sie nicht (!) brauchst“.


Die nachfolgende Übersicht zeigt für jede der fünf Kompetenzen jeweils drei Beispiele für Gewohnheiten, die die Willenskraft schwächen oder steigern. Man sollte mit den einfachsten beginnen, dann werden die schwierigeren genauso einfach sein. Die dazu passenden konkreten Verhaltensbeschreibungen sind Bestandteil des Volitionstests (siehe: www.usetzungskompetenzen.com).

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Willenskraft trainieren

 

Abb. 3: Willenskraft trainieren: Beispiele für Quellen und Verbraucher der Willenskraft

 

 

Exkurs: Zum Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Willenskraft siehe die Sonderauswertung als PDF Download

 

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Willenskraft und Erfolg im Leben

 

 Um festzustellen, ob die einzelnen Teilkompetenzen der Willenskraft die Menschen auch tatsächlich erfolgreich machen, haben wir, wie bereits erwähnt, diese Teilkompetenzen mit zwei Erfolgsindikatoren korreliert. Bei dem einen Indikator handelt es sich um die gelebten Wertvorstellungen herausragender Unternehmerpersönlichkeiten und bei dem anderen um einen relativ einfach zu messenden Indikator, nämlich die Entwicklung des Jahreseinkommens. In ersten Falle war r = 0,83 und in zweiten Falle r = 0,55 (siehe nachfolgende Korrelationsmatrix). Fazit: Wie in zahlreichen anderen empirischen Studien zeigt auch unsere Untersuchung, dass Willenskraft erfolgreich macht (statistisch gesehen). Der Grund: Jeder hat sehr unterschiedliche Talente, Stärken und Erfahrungen. Erst die Willenskraft bewirkt, dass diese Fähigkeiten auch tatsächlich genutzt werden. Deswegen kommt ihr eine Schlüsselstellung zu. Dies bringt die bereits erwähnte Metapher gut zum Ausdruck: Wenn man die Motivation mit einem Motor vergleicht, dann ist die Willenskraft (Volition) das dazu notwendige Benzin.

Willenskraft und ihr Zusammenhang mit Erfolgsindikatoren 

 

Abb 4: Korrelation der Willenskraft mit Erfolgsindikatoren

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Empfehlungen zu den wissenschaftliche Quellen

Wie so häufig, gibt es auch zu diesem Thema einige grundlegende Erkenntnisse (Originalquellen) und eine nahezu unüberschaubare Vielfalt von Sekundär- und Tertiär-Literatur mit Interpretationen und Spekulationen, die nur selten empirisch belastbare Erkenntnisse hervorbringen. In diesem Falle stammt die Grundidee zur Willenskraft (Volition) von Narziß Ach. Man könnte noch weiter zurückgehen, aber dann landet man zwangsläufig bei Aristoteles. Nach seiner (Achs) Ansicht ist der Erfolg eines Menschen davon abhängig, wie viele Dinge, die er sich vornimmt, er auch tatsächlich umsetzt (Wirkungsgrad des Wollens). Dies hat zuvor Carl von Clausewitz als wichtigstes Merkmal herausragender militärischer Führer herausgestellt: Strategien aufzustellen sei relativ einfach. Die eigentliche Kunst besteht vielmehr darin, diese Strategien umzusetzen; und diese Kunst beherrsche nach seiner Einschätzung nur einer von Tausend; entscheidend sei dabei die Stärke des Willens (Willenskraft). 

 

Dieses Thema blieb aus vielen Gründen unbeachtet. Erst mit der Entdeckung des Bereitschaftspotentials durch den Neurophysiologen Hans Helmut Kornhuber im Jahr 1965 entstand eine wissenschaftlich belastbare Grundlage für die Volition bzw. Willenskraft. Diese Grundlage wurde von der neueren Hirnforschung bestätigt und überwindet die verbreitete philosophisch-spekulative Diskussion insbesondere in der deutschen Psychologie mit ihrem typischen „Psycho-Jargon“. Zur zweiten Quelle dieses Themas zählen Kybernetik und Systemtheorie. Hier hat vor allem Albert Bandura von der Stanford-University seit Ende der 1940er Jahre Pionierarbeit geleistet. Besonders Lesenswert dazu sind seine Aufsätze (1): „Social Cognitive Theory of Self-Regulation“, publiziert in: Organizational Behavior and Human Decision im Jahr 1991 und (2): Social Cognitive Theory of Organizational Management (zusammen mit Robert Wood), publiziert in: Academy of Management Review, 1989. In Deutschland hat insbesondere Niklas Luhmann die Anwendung der Systemtheorie in den Sozialwissenschaften populär gemacht.

 

Hinsichtlich der praktischen Anwendung hat Albert Bandura als einer der ersten Forscher herausgefunden, dass praktisch kein Zusammenhang zwischen Leistungsmotivation und tatsächlicher Leistung besteht. Das gilt auch für andere Motive. Entscheidend sei vielmehr die (willentliche und bewusste) Steuerung von Motiven, Zielen, Gefühlen und Verhaltensweisen. In der traditionellen Psychologie hat man das Verhalten mit bestimmten Motiven erklärt. Tatsächlich es umgekehrt: Die willentliche Entscheidung bestimmt, welchen Motiven, Zielen oder Verhaltensimpulsen man folgt und welchen nicht. Diese Fähigkeit, Motive bewusst zu beeinflussen hat Howard Gardner als „emotionale Intelligenz“ bezeichnet, die ganz wesentlich für den Erfolg im Leben sei. Die Fortsetzung der Forschung zu diesem Thema läuft unter dem Stichwort Emotion Regulation als einer Teilkompetenz der Willenskraft. Im deutschen Sprachraum wurde allem das so genannte „Rubikon-Modell“ der Handlungsphasen diskutiert. Inzwischen gilt es als überholt, weil es im physiologischen Prozess (vom Antrieb bis zur „Erfolgskontrolle“) nicht nur einen „Rubikon“, sondern sehr viele davon gibt. Das hat unter anderen der Hirnforscher Patrick Haggard herausgefunden. Für eine Unterscheidung zwischen einer „prädezisionlen“ und einer „postdezisionalen“ Phase gibt es keinen belastbaren (validen) empirischen Beleg; es war und bleibt Spekulation.


Zum aktuellen Stand der Forschung seien die folgenden Publikationen empfohlen:
(1) Rick H. Hoyle, Handbook of Personality and Self-Regulation, Blackwell Publishing: 2010
(2) Joseph P. Forgas, Roy F. Baumeister und Dianne M. Tice, Psychology of Self-Regulation, Psychology Press: 2009
(3) Roy F. Baumeister und Kathleen D. Vohs, Handbook of Self-Regulation, The Guilford Press: 2004.

(4) James Gross, Handbook of Emotion Regulation, The Guilford Press: New York 2007

(5) Roland Benabou und Jean Tirole, Willpower and Personal Rules, in: Journal of Political Economy, 2004, vol. 112, no. 4

(6) Roy Baumeister und John Tierney, Willpower, Rediscovering the Greatest Human Strength, The Penguin Press: New York 2011


Ein detailiertes Literaturverzeichnis befindet sich unter www.volitionskompetenz.de

 

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Ausgewählte Publikationen zur Willenskraft

  1. Schlüsselkompetenz Volition, in: managerseminare, Januar 2014 (Interview) - PDF Download

  2. Beitrag der WELT ONLINE: Willenskraft, Die fünf Tugenden, um Extremsituationen zu überleben (PDF Download)

  3. Viele Führungskräfte sind Wissensriesen, aber Umsetzungszwerge, in: MAN-Forum (PDF Download)

  4. Volition ist wichtiger als Motivation, in: Manager-Seminare (PDF Download)

  5. Fokussieren statt verzetteln, in: Personal (PDF Download)

  6. Von der Kunst, Ziele in Ergebnisse umzuwandeln, in: VDI-Nachrichten (PDF Download)

  7. Willenskraft als Schlüssel zum Erfolg, in: Kooperations-Kompass (PDF Download)

  8. Ergebnisse der empirischen Studie mit 4.360 Teilnehmern (PDF Download)

  9. Pressemitteilung "Volition statt Motivation" (FAZ-Institut) - PDF Download

  10. Volition: Wie man Ideen umsetzt und Ziele erreicht, in: Berufsziel, Beilage der Süddeutschen Zeitung, Nr. 1/2012 (PDF Download Artikel)

  11. Perspektive Mittelstand: Selbstmanagement und Willenskraft (Volition) - Link

Weitere Publikationen siehe Homepage des Instituts (www.ifmi.eu)

Leiter des Forschungsprojektes

Projektleiter Prof. Dr. Waldemar PelzProf. Dr. Waldemar Pelz ist Inhaber der Professor für Internationales Management und Marketing an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Zugleich ist er Gründer und Leiter des Instituts für Management-Innovation in Bad Soden am Taunus. Es handelt sich um ein Steinbeis-Transferzentren mit dem Ziel, neuere Erkenntnisse aus der Praxis ("best practice") in Unternehmen und andere Organisationen zu transferieren.

 

Kontakt: E-Mail: w.pelz@w.thm.de

 

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